Zone of Interest

Di 16.7. (18 und 20 Uhr) / Do 18.7. (17:30) / So 21.7. (13:00)

Zone of Interest

GB/USA/Polen 2023; Regie: Jonathan Glazer; DarstellerInnen: Christian Friedel, Sandra Hüller, Johann Karthaus, Luis Noah Witte; FSK ab 12; 106 Minuten

Rudolf Höss ist der Lagerkommandant im Konzentrationslager Auschwitz. Gemeinsam mit seiner Ehefrau Hedwig Höss und den fünf Kindern wohnt die Familie in einem zweistöckigen Haus mitsamt großzügigem Garten. Das Anwesen grenzt direkt an die Lagermauer. Es fehlt ihnen an nichts. Für Hedwig ist das Haus der Inbegriff der Idylle, der gepflegte Garten mit Obstbäumen und Blumen, die sie mit der Asche aus den Krematorien düngt, sind ihr ganzer Stolz. Ihr Mann gibt täglich Befehle, bei denen Millionen Menschen in Auschwitz sterben und in den Krematorien verbrannt werden. Als Rudolf nach Oranienburg versetzt werden soll, droht das mühsam aufgebaute Familienidyll zu zerbrechen und er hält die Information vor seiner Ehefrau zurück. Als Hedwig davon erfährt, weigert sie sich, ihr „Traumhaus“ zu verlassen.
Glazers Film basiert lose auf dem Roman Interessengebiet von Martin Amis. Anders als Amis benutzt Glazer die realen Persönlichkeiten, um den Geschehnissen mehr Authentizität zu geben. Für die Hauptrollen gewann Glazer Christian Friedel und Sandra Hüller. Die Dreharbeiten fanden mit Genehmigung des Auschwitz Museums unter anderen in Auschwitz selbst statt. Die Uraufführung fand im Wettbewerb der Cannes Filmfestspiele 2023 statt, wo das Holocaust-Drama mit dem Grand Prix ausgezeichnet wurde. Darauf folgten viele weitere Auszeichnungen, wie zum Beispiel zwei Oscars als bester internationaler Film und für den besten Ton und drei British Academy Film Awards als bester englischer Film, nicht englisch-sprachiger Film und für den besten Ton.

Rickerl – Musik ist höchstens a Hobby

Di 9.7. (18 und 20 Uhr) / Do 11.7. (17:30) / So 14.7. (13:00)

Rickerl – Musik is höchstens a Hobby

Deutschland 2024; Regie: Adrian Goiginger; Darsteller*innen: Voodoo Jürgens, Agnes Hausmann, Nicole Beutler; FSK ab 12; 109 Minuten

Erich „Rickerl“ Bohacek (Voodoo Jürgens) ist Idealist und die Kneipen im Wiener Arbeiterviertel sind sowohl sein Wohnzimmer als auch seine Bühne. Jeden Abend spielt er sich für ein kleines Geld in die Herzen der Zuhörer, die sich ohnehin jede Nacht dort herumtreiben. Als Straßen- und Kneipen-Musiker kommt er gerade so über die Runden, für große Sprünge reicht das aber nicht. So hält er sich nebenbei noch mit Gelegenheitsjobs als Totengräber, Sexshop-Angestellter und Hochzeitssänger über Wasser, anstatt endlich seine erste Platte aufzunehmen.
Der Lebensentwurf seiner Ex-Freundin Viki sieht da völlig anders aus. Sie wohnt mit ihrem neuen Freund Kurti gut bürgerlich in einem Eigenheim mit Rollrasen. Rickerls große Stütze ist sein achtjähriger Sohn Dominik, der jedes zweite Wochenende bei ihm ist. Rickerl hofft, mit seinen gefühlvollen Liedern irgendwann den großen Durchbruch zu haben. Doch leider steht er sich dabei oft selbst im Weg. Erst, als Rickerl kurz davorsteht, alles zu verlieren, findet er seine ganz eigene und verschrobene Lösung, um sein Leben endlich in die richtige Bahn zu lenken.
Dank seines kongenialen Hauptdarstellers Voodoo Jürgens gelingt Adrian Goiginger nach einigen filmischen Ausflügen ins Melodramatische eine musikalische Gossenkomödie voller Witz, Charme und Schmäh. Mehr Wien geht eigentlich kaum.

Oppenheimer

Di 2.7. (18 und 20 Uhr) / Do 4.7. (17:30) / So 7.7. (13:00)

Oppenheimer

Großbritannien/USA 2023; Regie: Christopher Nolan; Darsteller*innen: Cillian Murphy, Robert Downey Jr., Matt Damon; FSK: ab 12; Prädikat: besonders wertwoll; 180 Minuten

Als der Physiker Julius Robert Oppenheimer während des Zweiten Weltkriegs die wissenschaftliche Leitung des Manhattan-Projekts übertragen wird, können er und seine Ehefrau Kitty sich nicht vorstellen, welche Auswirkungen diese Arbeit nicht nur auf ihr Leben, sondern auf die der ganzen Welt haben wird. Im Los Alamos National Laboratory in New Mexiko sollen er und sein Team unter der Aufsicht von Lt. Leslie Groves eine Nuklearwaffe entwickeln – was ihnen auch gelingt.
Oppenheimer wird zum „Vater der Atombombe“ ausgerufen, doch dass seine tödliche Erfindung bald folgenschwer in Hiroshima und Nagasaki eingesetzt wird, lässt Oppenheimer Abstand von dem Projekt nehmen. Als der Krieg zu Ende geht, setzt sich Robert Oppenheimer als Berater der US-amerikanischen Atomenergiebehörde, die von Lewis Strauss mitbegründet wurde, für eine internationale Kontrolle von Kernenergie und gegen ein nukleares Wettrüsten ein – und gerät ins Visier des FBI.