Lolita lesen in Teheran

Di 26.5. (18 und 20 Uhr) / Do 28.5. (17:30) / So 31.5. (13:00)

Lolita lesen in Teheran

Israel/Italien/GB 2024; Regie: Eran Riklis; Darsteller*innen: Golshifteh Farahani, Zar Amir Ebrahimi, Mina Kavani, Bahar Beihaghi; FSK: ab 12; 107 Minuten

Im postrevolutionären Teheran der 1990er-Jahre wagt die Literaturprofessorin Azar Nafisi einen stillen Akt des Widerstands: In ihrer Wohnung versammelt sie heimlich sechs ihrer Studentinnen zu einem privaten Lesekreis. Gemeinsam tauchen sie in die verbotenen Werke der westlichen Literatur ein – von Vladimir Nabokov über F. Scott Fitzgerald und Henry James bis hin zu Jane Austen. Inmitten politischer Repression und religiöser Kontrolle wird das Lesen zu einem Akt der Selbstermächtigung, der die Frauen zum Reflektieren über Freiheit, Liebe und Identität inspiriert.

Regisseur Eran Riklis erzählt die wahre Geschichte von Azar Nafisi, basierend auf ihrem gleichnamigen internationalen Bestseller. Entstanden ist ein zutiefst bewegendes Drama über Mut, Hoffnung und die stille Kraft der Worte. In poetischen Bildern und getragen von einem herausragenden Ensemble um Golshifteh Farahani und Zar Amir zeigt der Film eindrucksvoll, wie Literatur selbst in den dunkelsten Zeiten Räume innerer Freiheit schaffen kann.
Lolita lesen in Teheran zeigt, wie Literatur zum Zufluchtsort wird – und zur Rebellion. Nach den Memoiren von Azar Nafisi erzählt der Film leise und eindringlich von Freundschaft, Mut und der Kraft des geschriebenen Wortes. (Cinema Iran)

22 Bahnen

Di 19.5. (18 und 20 Uhr) / Do 21.5. (17:30) / So 24.5. (13:00)

22 Bahnen

Deutschland 2025; Regie: Mia Maariel Meyer; Darsteller*innen: Jannis Niewöhner, Luna Wedler, Laura Tonke, Sabrina Schieder, Zoë Baier; FSK: o. A.; 102 Minuten

Tildas Tage sind streng durchgetaktet: studieren, an der Supermarktkasse sitzen, schwimmen, sich um ihre kleine Schwester Ida kümmern – und an schlechten Tagen auch um ihre Mutter. Zu dritt wohnen sie im traurigsten Haus der Fröhlichstraße in einer Kleinstadt, die Tilda hasst. Ihre Freunde sind längst weg, leben in Amsterdam oder Berlin, nur Tilda ist geblieben. Denn irgendjemand muss für Ida da sein, Geld verdienen, die Verantwortung tragen. Nennenswerte Väter gibt es keine, die Mutter ist alkoholabhängig. Eines Tages aber geraten die Dinge in Bewegung: Tilda bekommt eine Promotion in Berlin in Aussicht gestellt, und es blitzt eine Zukunft auf, die Freiheit verspricht. Und Viktor taucht auf, der große Bruder von Ivan, den Tilda fünf Jahre zuvor verloren hat. Viktor, der – genau wie sie – immer 22 Bahnen schwimmt. Doch als Tilda schon beinahe glaubt, es könnte alles gut werden, gerät die Situation zu Hause vollends außer Kontrolle.

22 Bahnen erzählt die Geschichte zweier Schwestern, die sich mit unerschütterlichem Glauben an die Schönheit des Lebens gegen beschissene Voraussetzungen wehren, um ihren Leben eine andere Richtung zu geben. Ein Film über das Erwachsenwerden, die Liebe und bedingungslosen Zusammenhalt, basierend auf dem Bestseller von Caroline Wahl, ausgezeichnet mit dem Preis der Frankfurter Buchmesse für die beste Literaturadaption.

Bon Voyage

Di 12.5. (18 und 20 Uhr) / Do 14.5. (17:30) / So 17.5. (13:00)

Bon Voyage – Bis hierher und noch weiter

Frankreich 2025; Original-Titel: ON IRA; Regie: Enya Baroux; Darsteller*innen: Hélène Vincent, Pierre Lottin, David Ayala, Juliette Gasquet; FSK: ab 12; 97 Minuten

Marie hat ihren festen Tagesrhythmus. Umgeben von Erinnerungen lebt sie allein in ihrem seniorengerecht gestalteten Haus mit Treppenlift und Notruf. Doch sie ist sehr krank – der Krebs ist zurückgekommen und hat sich ausgebreitet. Marie hat genug vom Leiden und möchte selbst entscheiden, wie ihr Leben endet. Der Termin in der Schweiz, wo Sterbehilfe erlaubt ist, steht schon fest – nächste Woche. Doch bevor Marie abreist, benötigt die noch die Unterschrift eines Angehörigen unter dem Sterbehilfe-Dokument, und sie braucht jemanden, der sie in die Schweiz fährt.

Für beide Probleme heißt die Lösung Rudy, ein Altenpfleger, der ihr zu Hilfe kommt, weil Maries Treppenlift steckengeblieben ist. Kurzerhand macht Marie ihn zum Komplizen: Sie gibt ihn als ihren Sohn aus und bringt ihn mit einer kleinen Erpressung dazu, als Chauffeur zu fungieren. Der listigen Marie gelingt es außerdem, ihren chaotischen und chronisch insolventen Sohn Bruno zur Mitfahrt zu bewegen. Ihre 15-jährige Enkelin Anna lädt sich selbst ein, denn sie denkt ebenso wie Bruno, dass Marie wegen einer Erbschaft in die Schweiz fährt. Maries altes Wohnmobil wird flottgemacht – und schon geht’s los! Während die Reise voller unerwarteter Momente und familiärer Spannungen verläuft, steht Marie vor einer schwierigen Entscheidung – wird sie den Mut aufbringen, die wahre Bedeutung dieser Reise zu offenbaren? Und wie wird ihre Familie auf die bittere Wahrheit reagieren, wenn sie ihr Ziel erreichen?