Der Held vom Bahnhof Friedrichstraße

Di 5.5. (18 und 20 Uhr) / Do 7.5. (17:30) / So 10.5. (13:00)

Der Held vom Bahnhof Friedrichstraße

Deutschland 2025; Regie: Wolfgang Becker; Darsteller*innen: Charly Hübner, Christiane Paul, Leon Ullrich, Leonie Benesch, Thorsten Merten, Dirk Martens, Peter Kurth, Daniel Brühl, Jürgen Vogel, Eva Löbau, Jörn Hentschel; FSK: ab 6; 112 Minuten

Der Held vom Bahnhof Friedrichstraße ist ein warmherziger, kluger und augenzwinkernder Film über Geschichte, Erinnerung und Legenden, die wir uns selbst erzählen. Kurz vor seinem Tod vollendete Regisseur Wolfgang Becker die tragikomische Satire über einen unscheinbaren Videothekenbesitzer, der ungewollt zum Helden einer dramatischen DDR-Fluchtgeschichte stilisiert wird.

Micha Hartung steckt 2019 in einer Lebenskrise: Seine Videothek steht vor dem Aus, die Zukunft ist ungewiss. Doch als ihn zum 30. Jahrestag des Mauerfalls ein Journalist zum Drahtzieher einer angeblichen Massenflucht aus der DDR erklärt, katapultiert eine reißerische Story ihn über Nacht ins Rampenlicht – inklusive Talkshows, Boulevardpresse und einer Einladung ins Bundespräsidialamt. Bald jedoch droht das Kartenhaus aus Halbwahrheiten und Erinnerungen einzustürzen, und Micha kämpft um seine Integrität und die zarte Beziehung zu Paula.

Der Blick auf die deutsch-deutsche Geschichte wird hier als Mythenraum zwischen Wahrheit, Fiktion und Medienrummel inszeniert – eine Erinnerungskultur, die so lebendig ist wie widersprüchlich. Mit feinsinnigem Humor und melancholischer Tiefe zeigt uns dieser Film, was passiert, wenn aus Gerüchten Legenden werden.