Di 17.3. (18 und 20 Uhr) / Do 19.3. (17:30) / So 22.3. (13:00)
Zikaden
Deutschland/F 2025; Regie: Ina Weisse; Darsteller*innen: Nina Hoss, Saskia Rosendahl, Vincent Macaigne, Thorsten Merten, Christina Große, Alexander Hörbe; FSK ab 6; 99 Minuten
Isabells Leben gerät durcheinander, als sie erkennt, dass ihre betagten Eltern nicht mehr alleine zurechtkommen. Während sie verzweifelt nach Pflegepersonal sucht, pendelt sie zwischen Berlin und dem Wochenendhaus ihrer Eltern, das einst von ihrem Vater im modernistischen Stil erbaut wurde. In dieser angespannten Situation trifft Isabell immer wieder auf die rätselhafte Anja, eine alleinerziehende Mutter, die mit ihren eigenen Herausforderungen zu kämpfen hat. Als Anja und ihre kleine Tochter Greta zunehmend in Isabells Leben treten, entsteht eine unerwartete Bindung zwischen den beiden Frauen. Gleichzeitig beginnt Isabell, an dem Leben zu zweifeln, das sie bislang für sicher und vertraut hielt. Ihre Ehe mit Philippe zeigt erste Risse, und das Gefühl, die Kontrolle über ihr Leben zu verlieren, wird immer stärker.
Zikaden von Ina Weisse erzählt von zwei Frauen, die inmitten zerbrochener Familienstrukturen und persönlicher Unsicherheiten nach einem neuen Verständnis von Heimat und Zugehörigkeit suchen. In poetischen, zurückhaltenden Bildern zeigt der Film, wie das Ideal vergangener Geborgenheit einer Neuorientierung weichen muss, um in einer haltlosen Gegenwart Bestand zu haben. Am Ende bleibt das leise Summen der Zikaden – ein Echo vergangener Sommer und ein Versprechen auf einen Neubeginn.