Stummfilmkonzert – Best of Slapstick

Di 28.10. um 20.00 Uhr

BEST OF SLAPSTICK – Chaplin, Keaton, Laurel & Hardy, Davidson – 4 Kurzfilme

Stummfilmabend mit Livemusikbegleitung mit der Silent Movie Music Company

Charles Chaplin – Der Einwanderer (The Immigrant) 1917

Chaplin verkörpert die berühmte Figur des namenlosen Vagabunden. Bei der Überfahrt nach Amerika lernt er ein Frau kennen, die mit ihrer kranken Mutter auswandert, und der er aus Mitleid helfen will. Als er ihr Geld zustecken will, wird er des Taschendiebstahls bezichtigt, was die Frau aber aufklären kann. Auch als sie sich in Amerika in einem Restaurant wiedersehen, gibt es noch allerhand Verwicklungen bis zum Happy End.

Buster Keaton – Flitterwochen im Fertighaus (One Week) 1920

Zu ihrer Hochzeit erhalten Buster und Sybil von einem Onkel als Geschenk ein in Kisten verpacktes Haus zum Selberbauen, das sich angeblich ohne Handwerker innerhalb einer Woche errichten lassen soll. Das Paar geht mit Feuereifer ans Werk, doch Busters eifersüchtiger Rivale Hank, der beim Werben um Sybil der Unterlegene war, ändert die Nummerierung der Bauteile, was zusätzlich zur Tollpatschigkeit der jungen Eheleute den Bau des Hauses erschwert.

Stan Laurel & Oliver Hardy – Die Sache mit der Hose (Liberty) 1929

Stan und Ollie, gerade aus dem Gefängnis ausgebrochen, sind auf der Flucht vor der Polizei. Sie werden bereits von Komplizen erwartet. In deren Auto tauschen sie die Gefängniskleidung gegen ihre gewohnten Anzüge aus, wobei sie die Hosen verwechseln. Immer wieder misslingt es Stan und Ollie, die Hosen auszutauschen, weil sie von einem Polizisten argwöhnisch beobachtet oder von Passanten dabei gestört werden. Für zusätzlichen Ärger sorgt im Fischgeschäft ein Krebs, der in Stans Hose gerät…..

Davidson – Ein stolzer Hahn dazu (Pass the Gravy) 1928

Ein stolzer Hahn dazu gilt allgemein als die gelungenste der meist überdurchschnittlichen Max-Davidson-Komödien. Die Hühner, die Nachbar Schultz züchtet, sind ständiger Anlass zum Streit mit Max Davidson, da sie in dessen Garten die Saaten aufpicken. Als sich jedoch die Kinder der beiden verloben, scheint das Kriegsbeil begraben, und Max lädt zu einem Abendessen ein. Dessen Sohn behält das Geld für sich, als er ein Huhn kaufen soll. Bei Tisch merkt nur Schultz nicht, was es da zu essen geben soll.

Miroirs No. 3

Di 21.10. (18 und 20 Uhr) / Do 23.10. (17:30) / So 26.10. (13:00)

Miroirs No. 3

Deutschland 2025; Regie: Christian Petzold; Darsteller*innen: Paula Beer, Barbara Auer, Matthias Brandt, Enno Trebs; FSK ab 12; 86 Minuten

Für Christian Petzold ist Miroirs No. 3 der 19. realisierte Spielfilm als Filmregisseur und Drehbuchautor. Der Titel bezieht sich auf das Stück Une barque sur l’océan (Eine Barke auf dem Ozean) aus Maurice Ravels Klavierzyklus Miroir (der Spiegel), einem der Schlüsselwerke des französischen Imperialismus.
Wie durch ein Wunder überlebt die Klavierstudentin Laura bei einem Ausflug ins Berliner Umland einen schweren Autounfall. Körperlich unversehrt, aber innerlich aus der Bahn geworfen, kommt sie im Haus von Betty unter, die den Unfall beobachtet hat. Vom ersten Moment an verbindet die beiden Frauen eine tiefe Zuneigung. Laura genießt die mütterliche Fürsorge Bettys, die Arbeit im Garten, die Besuche in der Werkstatt von Bettys Ehemann Richard und ihrem Sohn Max, die gemeinsamen Essen. Es beginnt eine fast unbeschwerte, glückliche Zeit des Zusammenseins, ein Spätsommertraum, dem sich Laura und die Familie nur zu gerne überlassen. So scheint der Film auf angenehm unaufdringliche Weise hoffnungsvoll.
Miroirs No. 3 lädt zum Träumen ein, dass eine solche unwahrscheinliche Wahlfamilien-Utopie tatsächlich möglich sein könnte – zumal sich auch die Musik zunehmend immer verwunschener anhört. Da ist es fast ein Schock, wenn wir feststellen müssen, dass der Film trotz allem sehr wohl in der realen Welt spielt. Aber selbst dann bleibt Petzold großzügig, auch dem Publikum, aber vor allem seinen Figuren gegenüber. Garantiert kein Kitsch, aber auf subtile Weise wunderschön.

Thelma – Rache war nie süßer

Di 14.10. (18 und 20 Uhr) / Do 16.10. (17:30) / So 19.10. (13:00)

Thelma – Rache war nie süßer

Schweiz/USA 2024; Regie: Josh Margolin; Darsteller*innen: June Squibb, Frech Hechinger, Richard Roundtree; FSK ab 12; 98 Minuten

Als Internet-Scammer in betrügerischer Absicht versuchen, an das Geld der allein lebenden Rentnerin Thelma (June Squibb) zu gelangen und sie tatsachlich um ihr gesamtes Vermögen erleichtern, will die 93 Jahre alte Frau vor Scham im Boden versinken. Denn eigentlich hat sie bisher mit Nachdruck daran festgehalten, ihr Leben nach wie vor ziemlich gut allein bestreiten zu können. Vor allem bei ihrer Tochter Gail (Parker Posey) und deren Mann Alan (Clark Gregg) stieß sie dabei aber zuletzt nur noch selten auf Zustimmung. Was werden die beiden also zu ihrem Unglück sagen? So weit will sie es erst gar nicht kommen lassen. Bei der Zeitungslektüre, bei der sie von Tom Cruise liest und wie ihm der Zahn der Zeit anscheinend nichts anhaben kann, er weiterhin ein Actionstar ist, kommt sie auf wagemutige Ideen. Denn was der kann, kann sie doch schon lange. Bei ihrem alten Freund Ben (Richard Roundtree) entwendet sie ein Elektromobil und mit einer geklauten Schusswaffe in der Tasche begibt sie sich auf ihre Rache-Mission. Wer die Geschwindigkeit kennt, mit der ein Elektromobil unterwegs ist, ahnt vielleicht, welches Tempo die Rentnerin Thelma anschlägt.

Die letzte Reise

Di 7.10. (18 und 20 Uhr) / Do 9.10. (17:30) / So 12.10. (13:00)

Die letzte Reise

Schweden 2025; Regie: Filip Hammar; Dokumentarfilm; FSK o. A.; 90 Minuten; OmU

Als Lars Hammar in Rente geht, fällt er in ein tiefes Loch. Ohne die Anerkennung und Freude, die seine Arbeit als Lehrer und sein Hobby – die geliebte Stepptanzgruppe – ihm brachten, findet der 80-jährige Mann sich in einer Depression wieder. Sein Sohn, der Filmemacher und Moderator Filip Hammar, beschließt, dass sich etwas ändern muss, damit sein Vater, gemeinsam mit seiner lebhaften Mutter Tiina, seinen wohlverdienten Ruhestand genießen kann. Gemeinsam mit seinem besten Freund und Regie-Kollegen Fredrik Wikingsson nimmt er Lars mit, auf eine nostalgische Reise nach Südfrankreich, an jene Orte, die die Familie früher oft besuchte. Ein unglücklicher Sturz bedroht die Reise zu beenden. Filip und Fredrik reisen vorerst allein weiter, bis Lars genesen ist und sich ihnen wieder anschließt. Angelangt in Beaulieu-sur-Mar, dem Küstenstädtchen, das Lars so viel bedeutet hat, beginnt Filip mit Laienschauspieler*innen einige markante Szenen aus den gemeinsamen Urlauben für seinen Vater zu inszenieren. Auf den Spuren der Vergangenheit finden Filip und Lars auf neue Weise zueinander und müssen sich mit der unausweichlichen Wahrheit über das Altern und die Endlichkeit des Lebens auseinandersetzen. Der ergreifende und doch lebensbejahende Film wurde in Schweden bereits ein großer Erfolg und gilt als die dort erfolgreichste Dokumentation aller Zeit.

Der Film wird in Kooperation mit dem Sinsheimer Bürgerkreis gezeigt. Vor und nach dem Film stehen am 7.10. um 20 Uhr Kolleg*innen des Bürgerkreises für Fragen rund um psychiatrische Themen zur Verfügung. Auch liegen Infoflyer aus.